Arbeitskreis ÖPNV präsentiert Ergebnisse der Umfrage und fordert Verbesserung des Busverkehrs

29. Mai 2014

Der Arbeitskreis ÖPNV der SPD Kösching führte im Frühjahr eine groß angelegte Fragebogenaktion in Kösching, Kasing und Bettbrunn zum Busverkehr durch. Alle Bürger hatten schriftlich oder online die Möglichkeit, ihre Anforderungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge bezüglich des Busverkehrs in Kösching zu äußern. Der Arbeitskreis war mit dem Rücklauf der Bögen sehr zufrieden und präsentierte nun die Auswertung der Aktion dem Fraktionsführer und den Gemeinderäten der SPD.

An den zahlreichen, oft sehr ausführlichen Kommentaren zu den Fragen zeigt sich, dass das Interesse in der Bevölkerung am ÖPNV groß ist und dass hier Vieles im Argen liegt. Dass der bisherige Busverkehr der Größe einer Kommune von fast 10.000 Einwohnern nicht angemessen ist, hat auch das Gutachten der Fa. GEVAS, das seit März vorliegt, deutlich aufgezeigt.

Die detaillierte Auswertung ergab laut Kuno Tischer zusammengefasst folgende Ergebnisse: „Die Busse fahren zu selten, die Fahrt innerhalb Köschings dauert zu lang, die schlechten Verbindungen abends und nachts in die Stadt und zurück sind ungünstig für Theater-, Kino- oder Biergartenbesuch und werden massiv bemängelt. Die jüngeren Mitbürger fordern nachts auch spätere Verbindungen als bisher nur bis 00:15 Uhr.“

Als Reaktion auf die Auswertung wird der Arbeitskreis in der nächsten Sitzung des Marktgemeinderates im Juni diverse Anträge zu den oben genannten Problemen stellen. Dabei muss natürlich immer auch auf die finanzielle Situation des Marktes Rücksicht genommen werden, die im Moment keine großen Sprünge zulässt. Konkret werden beantragt: Als Lückenschlüsse die Weiterführung der bisher nur bis Unterhaunstadt führenden Verbindungen der Linie 40. Dies wäre auch am einfachsten und kostengünstigsten zu verwirklichen. Des Weiteren werden diverse Verlängerungen der nächtlichen Rückfahrten am Wochenende aus Ingolstadt, die bisher ebenfalls in Unterhaunstadt enden, beantragt. Nächster Punkt ist die Weiterführung der einzelnen Schichtbuslinien nach Kasing, die bisher in Kösching enden, damit alle AUDI-Mitarbeiter aus Kasing das günstige Job-Ticket nutzen können. Außerdem wäre eine grundsätzliche Taktverdichtung auf 30 Minuten werktags und 60 Minuten an Sonn- und Feiertagen wünschenswert. Hier muss man aber nach realistischer Einschätzung erst eine Kostenermittlung der INVG abwarten.

Die vom Arbeitskreis angedachte Einführung einer Marktbuslinie, die vom Gutachten unter derzeitigen Umständen als noch nicht durchsetzbar eingestuft wird, muss noch eingehend erörtert werden, bevor man sich - evtl. gemeinsam mit dem neuen Projektausschuss des Marktgemeinderates – mit einer kompletten Umstrukturierung des ÖPNV in Kösching befassen kann.

Wie die Leiterin des Arbeitskreises, Margit Heindl, zusammenfassend ausführte, sei es unbedingt notwendig, rechtzeitig die Weichen zu stellen für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr. Gerade im Hinblick auf das überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum der Marktgemeinde gegenüber dem Landkreis und dem Bezirk Oberbayern, das ebenfalls vom vorliegenden Gutachten prognostiziert wird, seien sonst die Verkehrsprobleme in Kösching in naher Zukunft nicht mehr beherrschbar.

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